Kritische Stellungnahme zur Gründung des MVZ Allgemeinmedizin
von Shapefruit
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der Bundestag hat am vergangenen Donnerstag das Krankenhaus-Versorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) verabschiedet. Im Vorfeld wurde Karl Lauterbach von verschiedenen Seiten stark kritisiert. Ein zentraler Punkt der Reform ist, dass bestimmte Kliniken künftig ambulante (hausärztliche) Versorgungsaufgaben übernehmen sollen, um die medizinische Versorgung im ambulanten Bereich zu verbessern.
Angesichts der durchweg positiven Rückmeldungen unserer niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen fühlen wir uns als Vorstand des Ärztenetzes Ahrweiler jedoch in unserer kritischen Haltung gegenüber der Gründung der MVZ-Allgemeinmedizin am Marienhausklinikum Kreis bestärkt. Wir fordern daher, dass die Planungen für das MVZ-Allgemeinmedizin gestoppt werden. Diese Initiative gefährdet die hausärztliche Versorgung vor Ort und die Strukturen, die über Jahre hinweg auf Vertrauen und Stabilität aufgebaut wurden. Wir befürchten, dass die Krankenhausreform die Rahmenbedingungen für hausärztliche Praxen weiter verschlechtern wird. Leidtragende dieser Entwicklung sind, wie so oft, die Patientinnen und Patienten, die auf bewährte hausärztliche Strukturen angewiesen sind.
Wie bereits in meinem vorherigen Schreiben betont, ist in Kliniken keine umfassende hausärztliche Versorgung möglich. Stattdessen besteht die Gefahr, dass lediglich lukrative Fälle übernommen werden, während die niedergelassenen Praxen weiterhin die Hauptlast der Versorgung tragen. Zudem führt die Gründung von MVZs zu einem ungleichen Wettbewerb um Fachkräfte, da die Praxen vor Ort nun mit finanzstarken Konkurrenten konfrontiert sind.
Dieses Szenario betrifft nicht nur die hausärztlichen, sondern auch die fachärztlichen Praxen, insbesondere wenn die ambulante fachärztliche Versorgung zunehmend in MVZs an Kliniken integriert wird. Letztlich sind wir, die niedergelassenen Ärzte, die Leidtragenden dieser Entwicklung.
Bislang wurde nicht deutlich, welchem Zweck der Hausarztsitz im MVZ tatsächlich dienen soll. Geht es darum, die übermäßigen Patientenströme während der Notdienstzeiten besser zu bewältigen, oder stehen möglicherweise andere Interessen im Vordergrund, die in direkter Konkurrenz zur hausärztlichen Tätigkeit stehen?
Wir erwarten in dieser Angelegenheit Klarheit und verlässliche Aussagen, um die entstandenen Missstimmungen zu beseitigen.
Ein Boykott des Marienhaus Klinikums liegt uns fern, und auch eine Änderung unseres Einweisungsverhaltens streben wir nicht an. Die Einweisung unserer Patientinnen und Patienten in andere Krankenhäuser wäre das letzte Mittel, das uns zur Verfügung steht, und wir möchten eine Eskalation der Situation vermeiden. Unser Ziel bleibt eine konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Chefärzten aller Abteilungen sowie der Geschäftsführung des Hauses.
Es ist wichtig, die kritischen Aspekte nicht aus den Augen zu verlieren, während sich einige wenige über eine Klinikreform freuen, die eine stärkere Öffnung bestimmter Krankenhäuser für die ambulante Versorgung vorsieht. Daher appellieren wir an alle Kollegen, uns in dieser wichtigen Angelegenheit zu unterstützen.
Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Planungen für das MVZ-Allgemeinmedizin aufzugeben!!!
Mit freundlichen Grüßen
Angesichts der durchweg positiven Rückmeldungen unserer niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen fühlen wir uns als Vorstand des Ärztenetzes Ahrweiler jedoch in unserer kritischen Haltung gegenüber der Gründung der MVZ-Allgemeinmedizin am Marienhausklinikum Kreis bestärkt. Wir fordern daher, dass die Planungen für das MVZ-Allgemeinmedizin gestoppt werden. Diese Initiative gefährdet die hausärztliche Versorgung vor Ort und die Strukturen, die über Jahre hinweg auf Vertrauen und Stabilität aufgebaut wurden. Wir befürchten, dass die Krankenhausreform die Rahmenbedingungen für hausärztliche Praxen weiter verschlechtern wird. Leidtragende dieser Entwicklung sind, wie so oft, die Patientinnen und Patienten, die auf bewährte hausärztliche Strukturen angewiesen sind.
Wie bereits in meinem vorherigen Schreiben betont, ist in Kliniken keine umfassende hausärztliche Versorgung möglich. Stattdessen besteht die Gefahr, dass lediglich lukrative Fälle übernommen werden, während die niedergelassenen Praxen weiterhin die Hauptlast der Versorgung tragen. Zudem führt die Gründung von MVZs zu einem ungleichen Wettbewerb um Fachkräfte, da die Praxen vor Ort nun mit finanzstarken Konkurrenten konfrontiert sind.
Dieses Szenario betrifft nicht nur die hausärztlichen, sondern auch die fachärztlichen Praxen, insbesondere wenn die ambulante fachärztliche Versorgung zunehmend in MVZs an Kliniken integriert wird. Letztlich sind wir, die niedergelassenen Ärzte, die Leidtragenden dieser Entwicklung.
Bislang wurde nicht deutlich, welchem Zweck der Hausarztsitz im MVZ tatsächlich dienen soll. Geht es darum, die übermäßigen Patientenströme während der Notdienstzeiten besser zu bewältigen, oder stehen möglicherweise andere Interessen im Vordergrund, die in direkter Konkurrenz zur hausärztlichen Tätigkeit stehen?
Wir erwarten in dieser Angelegenheit Klarheit und verlässliche Aussagen, um die entstandenen Missstimmungen zu beseitigen.
Ein Boykott des Marienhaus Klinikums liegt uns fern, und auch eine Änderung unseres Einweisungsverhaltens streben wir nicht an. Die Einweisung unserer Patientinnen und Patienten in andere Krankenhäuser wäre das letzte Mittel, das uns zur Verfügung steht, und wir möchten eine Eskalation der Situation vermeiden. Unser Ziel bleibt eine konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Chefärzten aller Abteilungen sowie der Geschäftsführung des Hauses.
Es ist wichtig, die kritischen Aspekte nicht aus den Augen zu verlieren, während sich einige wenige über eine Klinikreform freuen, die eine stärkere Öffnung bestimmter Krankenhäuser für die ambulante Versorgung vorsieht. Daher appellieren wir an alle Kollegen, uns in dieser wichtigen Angelegenheit zu unterstützen.
Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Planungen für das MVZ-Allgemeinmedizin aufzugeben!!!
Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Christian Maschmeyer M.Sc.
Vorsitzender des Ärztenetz Kreis Ahrweiler
Vorsitzender des Ärztenetz Kreis Ahrweiler